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Herbstfeste und kulinarische Wochen am internationalen Bodensee

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Mit dem Velo durchs Schlaraffenland - Genuss-Zeit am Thurgauer Bodenseeufer

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Aktuelles vom Bodensee

TGT_10-04_Rad-FamilieIm Schweizer Grenzland entlang an Bodensee und Rhein wächst und gedeiht es prächtig: Thurgauer Äpfel, Thurgauer Wein aber auch Radler- und Wanderwaden. Die sanft hügelige Landschaft des Kantons wird von 900 Kilometer Rad- und 1000 Kilometer Wanderwegen überzogen. Die Routen führen vorbei an Streuobstwiesen, wo die Zutat für regionale Spezialitäten wie „Öpfelringli" oder „Shorley" wächst. Der perfekte Proviant für Rucksack und Radtasche. Wegzehrung gibt's auch in Hof- und Klosterläden. Wie erlesen am Schweizer Bodensee schon getafelt wurde, zeigt das Napoleonmuseum in der Sonderschau „Zu Tisch - À Table".


Wer an den sanften Hügeln des Thurgaus seine Fitness stärkt, darf später bei den Spezialitäten der Region, wie Bodenseefisch, Schweizer Käse und Apfelgerichte aller Art, ohne Reue zugreifen. Angenehm gesättigt und leicht ermattet reizt der Umstieg auf die Öffentlichen Verkehrsmittel. Am Schweizer Bodenseeufer sind das Bahn, Schiff und Postauto. Mit diesem mobilen Trio lassen sich die folgenden Geniessertipps auch ganz bequem ansteuern.

Das Thurgauer Apfelland lädt zum Schmaus

Der Thurgau ist Apfelland. Die Schweizer sprechen wegen der Dreiecksform des Kantons auch von „Mostindien". Der weissen Blütenpracht im Frühjahr folgen die rotbackigen Früchte und allerlei Apfel-Genüsse: Süssmostcrème, Chrustenbraten mit Halbäpfeln und natürlich die Apfelwähe, die im Thurgau „Öpfeltünne" genannt wird, stehen auf den Speisekarten der Thurgauer Landgasthöfe. In der Traditions-Mosterei der Familie Möhl in Arbon werden Äpfel seit 1895 zu Saft, Most und Apfelwein verarbeitet. Eine Spezialität des Hauses ist der in braunen Flaschen mit Porzellanverschluss abgefüllte „Saft vom Fass", der drei Monate lang im Eichenfass reifen durfte. Noch mehr Geheimnisse rund um den Apfel werden im Saft- und Brennereimuseum der Mosterei gelüftet. Das Apfel-Mineralwasser-Getränk „Shorley", das Radfahrern oder Wanderern über die Anstiege hilft, stammt übrigens ebenfalls aus der Mosterei Möhl.

Apfel-Patenschaft

Auf der leichten Anhöhe über dem Bodensee, dem Seerücken, wechseln sich Obstgärten und kleine Weiler ab. Dort liegt auch das Apfeldorf Altnau, das mit einem Obst-Lehrpfad die Feinheiten des Thurgauer Apfelanbaus erklärt. Wem die „Öpfel" ans Herz gewachsen sind, kann in Altnau auf dem Erlebnis- und Urlaubsbauernhof Feierlenhof zum Apfelbaumpaten werden oder (von September bis Oktober) seinen eigenen Apfelsaft pressen.

Genuss hinter Klostermauern

Im Hinterland des Bodensees, nahe Frauenfeld, liegt das ehemalige Kartäuserkloster Ittingen. Es ist eines der beliebtesten Ausflugsziele des Thurgaus und zugleich einer der grössten Gutsbetriebe des Kantons. Geführt wird er seit 1977 von einer privatrechtlichen Stiftung. Mit Erfolg: die Produkte aus den 800 Jahre alten Klostermauern sind weithin gefragt. Eigener Wein, Bier, Wurst, Käse oder Fisch werden in den Restaurants des ehemaligen Klosters und im Hofladen angeboten. Die Kartause beherbergt auch das Kunstmuseum des Kantons Thurgau mit seinen Wechselausstellungen moderner Kunst sowie ein Museum, das die Geschichte des Klosters erzählt. Die Klosterkirche, die rekonstruierten Kartausen (kleine Mönchshäuschen), Kräutergarten, Fischteich, Gartenanlagen und vieles mehr können besichtigt werden.

Auch die Bodensee-Bonapartes bitten zu Tisch

Über dem Bodensee mit einem traumhaften Blick auf die Insel Reichenau liegt Schloss Arenenberg. Die Exilresidenz von Hortense de Beauharnais, Mutter des letzten französischen Kaisers, beherbergt heute das Napoleonmuseum Thurgau Schloss und Park Arenenberg. Die Sonderschau „Zu Tisch - À Table! Köstlichkeiten aus fürstlichen Küchen und Kellern" rankt sich noch bis 10. Oktober um ein dreizehngängiges Menü aus dem Jahr 1805, das Hortense Napoleon I. und Joséphine servieren liess. Die kuriosen und feinsinnigen Spezialitäten machen nicht nur Appetit, sondern bringen auch die Geschichte der kulinarischen Gepflogenheiten der Fürsten Europas im 19. Jahrhundert auf den Tisch. Dabei erfährt der Besucher, dass ein Diner auf Aluminiumgeschirr damals zu den teuersten Vergnügungen gehörte, welche Tropfen in Kaiserin Josephines Weinkeller zu finden waren und dass Napoleon I. kein Geniesser war. Das kleine Exilschloss bei Salenstein oberhalb von Ermatingen ist ein reizvolles Ziel für einen Tagesausflug. Es ist über Rad- und Wanderwege aber auch mit dem Zug (Thurbo, Seehas), der Schifffahrt Untersee-Rhein oder mit dem Postauto erreichbar.

Weitere Informationen: Thurgau Tourismus, CH-8580 Amriswil,
Tel. +41 (0)71 414 11 44, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ,
www.thurgau-tourismus.ch

Schlemmertipps im Thurgau

- Das kleine Fischerdorf Mammern am Schweizer Untersee-Ufer ist kurioserweise nicht nur für seine Fisch, sondern für seine „Güggeli"-Gerichte weithin bekannt. Im Gasthof Adler in Mammern kommen die Hähnchen gar aus Eigenmast, der Wein aus dem eigenen Rebberg, das Brot wird selbst gebacken.

- Gottlieber Hüppen sind mit Crème gefüllte und teils mit Schokolade umhüllte Waffelröllchen. Sie gehören zum kulinarischen Erbe der Schweiz. Die Spezialität wird seit 1928 im idyllischen Gottlieben am Seerhein in Handarbeit hergestellt. Die Schokofabrik der Gottlieber Spezialitäten AG ist zudem in einem sehenswerten Architekturkomplex untergebracht. Probiert werden können die Hüppen auch im firmeneigenen Café mit schöner Seeterrasse.

- Bei der Thurgauer Gourmetwanderung am Samstag, 18. September 2010 werden Gäste auf einer etwa 12 Kilometer langen Wanderung durch die Region Frauenfeld geführt. Dabei wird fünfmal eingekehrt, um regionale Spezialitäten zu kosten.

Schlemmerpauschale

Von April bis Oktober bietet Thurgau Tourismus die Schlaraffenland-Pauschale ab 399 Franken / 250 Euro* (zzgl. 7,6 Prozent Mwst.) an. Der Preis gilt pro Person im Doppelzimmer für drei Tage (zwei Übernachtungen) inklusive zwei Gourmet-Dinner, einem Brunch auf dem Bauernhof, einem Mittagessen, einer Weindegustation, aller Eintritte sowie einem Überraschungsgeschenk. Die Pauschale führt Gäste am ersten Tag auf das Schloss Arenenberg mit einer Besichtigung des Napoleonmuseums Thurgau und einem dreigängigen Menü am Abend. Am zweiten Tag sind ein Bauernfrühstück in Altnau, die Besichtigung des Saft- und Brennereimuseums der Mosterei Möhl und der Arboner Altstadt vorgesehen. Am Abend erwartet die Gäste ein Gourmet-Dinner in Arbon, wo sie auch übernachten werden. Die Besichtigung der Kartause Ittingen inklusive Mittagessen steht am dritten Tag auf dem Programm. Ihren kulinarischen Ausklang findet die Reise bei der Besichtigung und Degustation eines Weinguts in der Region Weinfelden.

Buchung: Thurgau Tourismus, CH-8580 Amriswil, Tel. +41 (0)71 414 11 44, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.thurgau-tourismus.ch

*Der Euro-Preis variiert je nach Tageskurs.